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Mein Oheim liebte ihn ſeiner ſeltenen Mißſtal⸗ tung und unerſchuͤtterlichen Munterkeit wegen⸗ Abibra war ſein Guͤnſtling: er hatte auch, waͤh⸗ rend die uͤbrigen Sklaven unter der Laſt der fuͤrchterlichen Arbeit erlagen, keine andere Ver⸗ richtung, als ſeinem Herrn einen großen Faͤcher von Paradies⸗Vogelfedern, nachzutragen, um ihm damit die Inſektenſchwaͤrme abzuwehren. Mein Oheim ließ ihn zu ſeinen Fuͤßen eſſen, wo er auf einer Binſen⸗Matte ſich lagerte; er gab ihm immer von ſeinem eignen Teller ein Ueber⸗ bleibſel ſeiner Favoritſpeiſe. Abibra zeigte ſich fuͤr ſo viele Guͤte dankbar; er machte von ſei⸗ nen Vorrechten als Spaßmacher, von ſeinem Rechte alles zu thun und zu ſagen, keinen an⸗ dern Gebrauch, als ſeinen Herrn durch tauſend Schnacken und Verzerrungen zu unterhalten, und lief auf das geringſte Zeichen meines Onkels, mit der Gelenkigkeit eines Affen, und der Unterwuͤr⸗ figkeit eines Hundes auf ihn zu.
Ich liebte dieſen Sklaven nicht. Es war
etwas zu kriechendes in ſeiner Dienſtfertigkeit,
und wenn der Sklavenſtand nicht entehrt, ſo
entwuͤrdigt doch ſolch knechtiſches Weſen. Ichh


