Skizzen aus Spanien. 265
angeſehen, auch einige Worte zu ihm auf Franzöſiſch geſprochen, wovon Zeuge ſoviel ver⸗ ſtanden, daß er ſich ihm genannt und ihn an eine frühere Bekanntſchaft erinnert habe. Den Namen habe Zeuge aber nicht verſtanden. Der Herzog habe aber ziemlich ungeduldig er⸗ klärt: er könne Nichts für ihn thun. Worauf der Fremde mit erhobener Stimme und einer verächtlichen Bewegung erwiedert: ger ſei kein Bettler und verlange Nichts von Sr. Gnaden, habe auch nicht gewußt, daß dies ſeine Woh⸗ nung ſei.“ Der Herzog ſei nun haſtig in den Wagen geſtiegen und der Fremde habe auf Engliſch zu den Umſtehenden mit ſehr beſon⸗ derem Ausdruck geſagt, indem er auf den Her⸗ zog gedeutet:«„Dieſer Mann war einſt mein Gaſt.“ Hierauf hätten die Umſtehenden zum Theil mit lautem Ziſchen und Heulen die ab⸗ fahrende Equipage des Herzogs verfolgt; und ein Mann, welcher neben ihm, Zeugen, geſtan⸗ den und ihm wie ein Halfpayofficier vorge⸗ kommen ſei, habe geſagt: akein Wunder! die⸗ ſer Herzog ließ in Spanien ſeine Jagdhunde mit Leckerbiſſen füttern, während die Soldaten verhungerten.“(Ziſchen und Pfui! pfui!) Der Fremde ſei während dieſes Lärms ſeiner Wege gegangen, ohne daß Zeuge geſehen wo⸗ hin oder weiter etwas über ihn habe erfahren können. Zeuge habe aber trotz des elenden Ausſehens und der ſchlechten Kleidung deſſel⸗ ben aus ſeiner Haltung und Weſen, während er mit dem Herzog ſprach, geſchloſſen, daß er wirklich beſſere Zeiten geſehen haben müſſe.
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