——
8 Skizzen aus Spanien.
ſeines Vaterlandes von den Leiden der Mönchs⸗ und Höflingsherrſchaft. Nach dem großen Erd⸗ beben erhoben ſich, wie durch Zauber, unter ſeinem raſtlos thätigen, nichts ſchonenden Treiben dieſe Gebäude. Impoſant, mehr durch Maſſe als durch Styl, entbehren ſie in kaſer⸗ nenartiger Eintönigkeit, des wechſelnden Aus⸗ drucks individueller Neigung und Bedürfniſſe, durch lokale Bedingungen beſtimmt, welche das freiere Volksleben des Mittelalters den Woh⸗ nungen der Bürger in höherem Grade ver⸗ liehen hat, als die noch größtentheils durch Syſtemen und Theorieen uniformirte Freiheit der neuern Zeit es kann, beſonders wenn die Geſchmackloſigkeit des ins Große ausgebildeten Induſtrialismus ſich dazu geſellt. Pallaſt⸗ ähnliche, gleichförmige Gebäude umſchließen drei Seiten des ungeheuren Terreiro; die vierte Seite bildet ein Quai am Hafen hin; ſo daß in einer Entfernung von wenigen Schritten die größten Fahrzeuge vor Anker liegen kön⸗ nen. Auf der entgegengeſetzten Seite des Platzes öffnen ſich drei breite, grade, einförmig und durch Maſſen prachtvolle Straßen: in der Mitte die Rua auguſta, zu beiden Seiten die


