Skizzen aus Spanien. 621
ein Recht, euch ein Haar zu kruͤmmen— und wer es thut, der faßt an meinen Bart — wie ihr ſelber, daͤucht mir, vorhin ſagtet. Ich habe nichts gethan, als meinen guten Namen gewahrt. Wer will mir was d'rum anhaben?«»Bei allen Teufeln! der Mann faſelt— rief Don Bernaldino hier ungedul⸗ dig— ſchaut doch nur dort hinaus.« Er fuͤhrte ihn an die Thuͤr und wies auf die vier Leichname, welche am Fuß des Rains uͤbereinander lagen.»Nun— betet ein Ave Maria oder Pater noſter fuͤr die armen See⸗ len, wenn ihr Zeit und Athem findet— ich wollte eben ſelber d'rangehen. Gott befohlen — ſag ich.«»Der Mann faſelt— wieder⸗ holte Don Bernaldino mitleidig, ungedul⸗ dig, unſchluͤſſig, ob er gehen oder bleiben ſolle— nun denn— Gott befohlen, Jaime Alfonſo— ſagte er endlich— wenn ihr bleibt, ſo werde ich gleich fuͤr eure arme Seele mitzubeten haben.«—»Es wird wohl nicht anders ſein— antwortete Jaime ru⸗ hig— nun, wie Gott will; aber wieder von vorne anfangen— das kann und will ich nicht!«— Don Bernaldino verſtand ihn


