Skizzen aus Spanien. 617
ſich zukommen ſah.»Ihr ſeid frei, Ca⸗ ballero! und dort iſt mein Haus— oder vielmehr das eure;« ſagte Jaime mit dum⸗ pfer Stimme, indem er mit ſeinem ſchnell gezogenen Meſſer die Feſſeln des Gefangenen zerſchnitt, und ihm mit dem Finger ſein Haus wies. Don Bernaldino ſprang raſch aus ſeinem unbequemen Sitz und war mit ein Paar Saͤtzen oben an Jaime's Hauthuͤ⸗ re. Jaime folgte ihm langſam nach, ohne auf die Umſtehenden weiter zu achten. Da erhoben die Waͤchter des Gefangenen, die
einen Augenblick von der allgemeinen Betaͤu⸗
bung mit ergriffen worden waren, ein lau⸗ tes Geſchrei:»Hier der Koͤnig! hier der Koͤ⸗ nig! Huͤlfe dem Koͤnig und der Gerechtig— keit! auf die Negros!« Einige eilten ihrem Gefangenen nach, waͤhrend zwei ſich an Jai⸗ me machten und ihn zuruͤckzureißen ſuchten. Wie der Baͤr die vorwitzigen Hunde abſchuͤt⸗ telt, die der zoͤgernden Meute durch ihr Beiſpiel Muth machen wollen, ſo warf Jaime mit Rieſenkraft die beiden Maͤnner links und rechts zu Boden; als ſie aber Miene machten, ihre Waffen zu gebrauchen, zerſchmetterte er


