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der Guͤter zuruͤckziehen, welches Alwina der Famillie zuruͤckgab. Der Briefwechſel der beiden Verlobten war nicht wohlthaͤtiger als ihr Beiſammenſein, und band ihre Herzen doch feſter aneinander. Sobald Alphons Alwi⸗ nens Seelenkrankheit erkannt hatte, wollte er auf ſie wirken, uͤberſoah aber, daß die Ermahnungen Deſſen, der von unſern Fehlern leidet, ſtets wie Vorwuͤrfe aus⸗ ſehen. Vorwuͤrfe aber ſchwaͤchen den Eindruck der Liebe, und anſtatt Alwina vom Joch ihres„an ſich ſelbſt Ver⸗ zweifelns“ zu befreien, beſtaͤrkten ſie ſie in der Überzeu⸗ gung, nie Wohlgefallen erregen zu koͤnnen. So oft Al⸗ phonſens Briefe dieſe Seite nicht beruͤhrten, vereinigten ſich ihre Herzen immer mehr in gleichen Anſichten, in Mittheilung und Belehrung von Seiten des Freundes, in klarem Abſpiegeln des Aufgefaßten und richtiger An⸗ wendung deſſelben aufs wirkliche Leben von Seiten des Maͤdchens.
Der Zeitpunkt kam, wo ein unaufloͤsliches Band zwei nie zuſammenſtimmende Menſchen verbinden ſollte. Der Vater hatte Alphons in den Rheingau beſchieden, die Hochzeit auf dem Gute, wo Alwina erzogen worden war, zu feiern. Dieſe bezeigte eine ungefaͤllige Gleich⸗ gultigkeit bei den Einrichtungen, welche eine alte Ver⸗ wandte, vom Vater beauftragt, zu dem kuͤnftigen Haus⸗ halte machen mußte. In ihrem Innern wogten Gefuͤhle, welche dieſer Gleichguͤltigkeit ſehr widerſprachen. Sie hatte in der Nachbarſchaft des Gutes eine Jugend⸗ freundin wiedergefunden, die ſchon vor ihrer Verpflan⸗ zung nach Manheim in eine Erziehungsanſtalt gekom⸗
men war. Sie hatten ſich als Kinder verlaſſen, ſie


