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Endlich ließ ſie ſie wieder aus ihren Armen mit tauſend Entſchuldigungen uͤber die Freiheit, welche ſie ſich genommen habe, und hoͤrte nicht auf mit Fra⸗ gen, wegen der Urſache ihres ſchnellen Veuſchwin dens vom Schloſſe Rochemond.
Muͤtterchen, erwiderte Angelica, mit ihxer na⸗ tuͤrlichen Anmuth, ich will deine Neugierde hinloͤng⸗ lich befriedigen durch meine Erzaͤhlungen; aber erſt habe Mitleid mit der Angſt einer Schweſter uͤber das Schickſal ihres geliebten Bruders; ſage mir, wo mein Oscar iſt und warum ich ihn nicht mehr im Schloſſe antreffe?
Ach Fraͤulein, ſagte Genoveva, wir haben traurige Dinge erlebt, ſeit eurem Verſchwin⸗ den.
Angelica zitterte, und indem ſie auf einen Stuhl ſank, rief ſie aus: um Gotteswillen, ver⸗ laͤngert meine Qual nicht, ſondern ſagt es mir mit einem Worte: iſt Oscar todt, oder ungluͤck⸗ lich?
Liebes, gutes Fraͤulein, fuhr die Alte fort, erſchreckt doch nicht ſo gewaltſam. Euer Herr Bruder war ganz wohl, als er das Schloß ver⸗ ließ.


