und Antworten beiderlei Geſchlechts, und dem Segen
des Himmels!
„Es war doch gar zu albern, zu komödienhaft. Ich ſtieß einmal meine Verlobte unter dem Tiſch leiſe an das Füßchen, da ich meinte, auch ſie könne das Lachen nur mit Mühe verbeißen. Als ich aber einen flüchtigen Seitenblick nach ihr ſchickte, ſah ich zwei dicke Thränen der Andacht langſam über ihre Wangen perlen.
„Im Weitergehen geſtand ich mir, daß Natalie heute nicht ihren guten Tag gehabt, die hellen Far⸗ ben ſtehen ihr aber auch gar nicht zu Geſicht. Wa⸗ rum trug ſie auch nicht Eine Blume, obwohl ſie weiß, daß ich Blumen ſo liebe? Sie thut mir doch eigentlich Nichts zu Gefallen. Und das bloß, weil ihr die Alte angemerkt, daß rothe Roſen nicht zu ihrer Haarfarbe paſſen. In der That war mir mein Schatz noch nie ſo unverſchämt blond vorgekommen, als heute am Verlobungstage.
„Während dieſer ſündhaften Meditationen war ich unvermerkt an einen Straßengraben gekommen, ich that einen falſchen Schritt und verzog mir eine Sehne am Bein.
„Die verwünſchte Verlobungszerſtreutheit! fluchte ich unwillkürlich auf, und ſchlenderte, ein wenig hin⸗ kend, langſam an der Wand eines kleinen Seiten⸗


