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Weinglas weggeredet und bemerkte erſt jetzt, daß der Eindruck meiner Rede gar kein heiterer war. Die Geſichtszüge der ſchöneu Frau hatten ein hartes, ſtolzes Anſehen angenommen, und ihre Augen haf⸗ teten wie forſchend auf meinen Lippen.
Heinrich ſchien das nicht zu bemerken, trank ſeine Neige und ſprach:„Dann weißt Du noch gar nichts, und ich bin Dir ein ganzes Kapitel zu erzählen ſchul⸗ dig. Aber wir haben keinen Wein mehr, und ich will ſelbſt gehen und Dir einen gaſtlichen Ehrentrunk heraufholen.“ 3
Er ſtand auf und nahm aus einem der Wand⸗ ſchränke einen krausbärtigen Schlüſſel mit viereckiger, zierlicher Handhabe, den er wohlgefällig betrachtend über den Fingern wog. Seine Frau hatte ſich gleich⸗ falls erhoben. Sie gab mir die Hand und eine gute Nacht, und verließ am Arme des Gatten das Ge⸗ mach. 8
Ich blieb nur kurze Zeit allein, um den Eindruck in mir zurecht zu rücken, den dieſes außergewöhn⸗ liche Weſen auf mich ausübte, da kam mein Freund mit vollen Flaſchen zurück, eine kleine, dunkelrothe Mappe unter dem Arm, aus der da und dort Pa⸗ pierſtücke, getrocknete Kräuter, rothe Läuber u. dgl. hervorguckten.
Er fing an, mir des Weitläufigeren die Gele⸗


