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habt nicht nöthig, ein Geheimniß aus meinem Be⸗ ſuche zu machen; ich übernehme jede Verantwor⸗ tung, die Euch treffen könnte.“
Sie hörten nachher verdächtige Töne, wie wenn Eiſen an Steinen gewetzt und geſchliffen würde.
„Was iſt das?“ fragte der Mühlbauet;„will er etwa ausbrechen?“
„Seid kein Narr,“ ſprach der Revierjäger;„aus⸗ brechen ſoll er nicht, dafür ſtehen wir da. Sein Leib verbleibt der Juſtiz. Und ſeine Seele— mag die entweichen wohin ſie will, ihrer Beſtimmung entgeht ſie doch nicht.“
Als der Tag angebrochen, erſchien das Gericht.
Einige Wagen, von berittenen Bauern umgeben, fuhren vor.
Die Herren begaben ſich hinauf. Hanns der Storch hatte ſich dem Zuge angeſchloſſen.
Emil, ſeinen Dolch in der Bruſt, lag todt am Boden. Die Leiche war noch warm. Eine Wunde am Oberarme ließ vermuthen, daß er an ihr erſt die Schärfe der neugeſchliffenen Spitze geprüft, ehe er ſie nach ſeinem Herzen geführt. Auf der weiß⸗ übertünchten Mauer ſtand in dicken, feſten Zügen, mit einem in Blut getauchten Finger geſchrieben:
„Vulnerant omnes, ultima necat.“ Ende des zweiten und letzten Bandes.
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