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Wahrheit, halte ihn für Franzens Mörder und wolle durch ihr Zeugniß ſchon von vornhinein das entſchei⸗ dende ‚Alibi“ feſtgeſtellt haben, wofern etwa noch ein Zweifel gegen ihn ſich erheben könne. Er hatte alſo in ihr eine Vertraute, ohne ſich durch eigenes Ge⸗ ſtändniß ihr überantwortet zu haben! Ihr Benehmen zeigte, daß ſie ihn gerettet, ihn ſich erhalten wiſſen wolle! Sie entſchuldigte alſo die That, wozu er gleichſam gedrungen worden? Ihre Leidenſchaft für ihn war mächtiger, als der Abſcheu, den man vor Mördern hegt? Dafür aber war er nun auch ihr Knecht, ihr Eigenthum, ihr Leibeigener, kein Menſch mehr,— eine Sache!— Eine Sache, die ſie ſich durch Großmuth zum Zweitenmale erkauft!— Er vermied bei ihr allein zu bleiben. Mit dem Richter zugleich verließ er den Saal. Jener ging an den Schreib⸗ tiſch; er warf ſich auf's Pferd.
Erſt gegen Abend trafen ſie beim Eſſen wieder zuſammen. Der Richter war beſonders gut aufgelegt. Seine durch Carolinens Aeußerungen veranlaßte Thä⸗ tigkeit hatte gleich auf der Stelle günſtigen Erfolg gehabt: Der Actuarius hatte den Platz ausgekund⸗ ſchaftet, wo Franz eine Nacht und einen Tag vor ſeinem Tode zugebracht. Es war eine Krämersfrau im Marktflecken, eine Meile von Schwarzwaldau, die
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