Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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denn es wird ſich vielleicht Mancherlei für Sie zu thun finden. Ich bin fertig und reiſe.

Ich ebenfalls, Freund. Was ſollte mich noch zurückhalten?

Meines Erachtens, aber ſchelten Sie nicht, daß der Arzt dem Rechtsgelehrten in's Fach pfuſchen will, meines Erachtens wäre noch Mancherlei zur Entdeckung des Mörders zu thun!

Des Mörders! Ihr Aerzte ſeid eigenſtnnig wie die Pferde. Woher wiſſen wir denn überhaupt ſo beſtimmt, daß nicht ein Selbſtmord vorliegt?

Ich hab' es in meinem Gutachten bewieſen.

Das haben Sie nicht, beſter Doctor! Sie haben feſtgeſtellt, daß der Kopf durch einen dumpfen Schlag getroffen, daß die Hirnſchale verletzt wurde; daß ei⸗ nige Finger geknickt ſind, daß der Tod im Waſſer durch Erſtickung erfolgte. Wozu bedarf es da des fremden Mörders? Reichen wir doch mit dem Selbſt⸗ mörder aus. Daß dieſes ein Menſch geweſen, zu welchem wir uns der That verſehen können, leugnet niemand. Auch aus den Andeutungen ſeines frühe⸗ ren Herrn und Gönners geht es hervor. Er hat ſich, des Lebens überdrüſſig, vielleicht verfolgt wegen ſchlechter Streiche, in die kalte Fluth geſtürzt; mit dem Kopf iſt er heftig auf einen Pfahl zeſißen;