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Warnung vorklang:„Nur hüte Dich vor Zwiſtig⸗ keiten über Roſſini!“
Wenn Mademoiſelle Reichenborn einige Samm⸗ lung bedurfte, um Guſtav von Thalwieſe, da er ſich ihnen näherte, gehörig zu empfangen, ſo geſchah das nicht, weil ſie ihn nicht auf den erſten Blick erkannt hätte? Mochten die zwei Jahre, die zwiſchen ihrer Trennung lagen, ſein Aeußeres auch verändert, mochte ein zügelloſes Leben den Schmelz der erſten Jugend⸗ blüthe, der bei ſeinem Eintritt in's Schwarzwaldauer Schloß noch auf rothen Wangen lag, bereits abge⸗ ſtreift haben; Caroline hätte ihn, den ihr Herz ſo glühend geliebt, unter Tauſenden herausgefunden! Er dagegen,— und das iſt eben ſo natürlich, da er ſie niemals, da er nur ihres Vaters Reichthum im Auge gehabt,— er bedurfte, nachdem er ſich ſchon vor ihr und ihren Eltern verbeugt, noch einiger Friſt, um ſich Gewißheit zu verſchaffen. Nicht aber, weil Caroline um zwei Jahre älter geworden wäre? Im Gegentheile, weil ſie um das Doppelte verjüngt ſchien. Sie hatte ihre allzu geſegnete Fülle verlo⸗ ren, war faſt mager geworden—(vielleicht aus Gram über ihn?)— und dieſer Wechſel kleidete ſie gut.
„Sie kennen mich nicht mehr?“ fragte Guſtav.
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