Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſtand; der Vater neigte ſich offenbar dem Geſchmacke des Barons zu; ihm geſiel, was ſeine Tochter tadelte. Denn, meinte er, bin ich einmal gezwungen durch lärmendes Orcheſter in meinet Nachmittags⸗ ruhe geſtört zu ſein und haben ſie mich einmal mit⸗ gezerrt an einen ſogenannten Vergnügungsort, ſo will ich doch wenigſtens hübſche Melodieen hören und dieſe macht der Mann; das iſt außer Zwei⸗ fel. Damit hatte er ausgeſprochen, was er für nöthig hielt und mengte ſich weiter nicht mehr in die Sache.

Der Baron jedoch gerieth immer weiter hinein, wurde heftig und ließ ſich von Streitſucht und Recht⸗ haberei ſo weit verlocken, daß er gänzlich vergaß, welche Abſichten ihn an dieſen Tiſch geleitet. Er hatte ſich der ‚reichen Erbin angenehm machen wollen.

Nachdem er ‚am table d'héte in Stadt Berlin mit ihr geſpeiſet und durch den Zimmerkellner Namen, Stand, Wohnort des Vaters ausgekundſchaftet, war es ihm angenehme Pflicht erſchienen, das Gaſt⸗ recht zu uͤben und die verehrten Fremden nach dem Lindeſchen Bade zu führen.- Er hatte ſich von ſeinen gewöhnlichen Genoſſen unter allerlei Vorwän⸗ den losgemacht, um den raſch entſtandenen Plan auf friſcher That ausdauernd und ungeſtört verfolgen

.,.