Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Faden durchzittert, ſich im Strumpfe entladen haben, gleich ebenſo vielen kleinen Blitzen aus kleinem Ge⸗ wölk? Wie jeglicher Strumpf ein Ableiter wurde für mannigfache trübe Dünſte und ſchwüle Stunden? Wahrlich, ein Kaſten voll Strümpfe könnte für einen dicken Band nicht geſchriebener, nur geſtrickter Me⸗ moiren gelten, die, wären ſie lesbar, bisweilen un⸗ terhaltend, immer lehrreich ſein müßten!

Mathildens Strümpfe möchte ich gern durchleſen, und ſodann abſchreiben dürfen. Das würde dieſem Buche ſehr vortheilhaft ſein.

Wie es jetzt ſteht, kann der Verfaſſer nur er⸗ rathen, vermuthen, folgern. Und ſo folgert er denn, daß Mathilde auf dem Pſade, den ſie einſt in des Poſthalters Fuhrwerk zurücklegte, heute in ihre Arbeit gar manche Gefühle verſtrickte, die ſie aus der Re⸗ ſidenz mit auf die Reiſe genommen; die ſo viele Jahre lang in ihr walten und dauern; die gleich gehorſamen Kindern ſich ſtill verhalten, friedlich bei⸗ ſammen ſitzen und ſtille Spiele treiben, bis die Mutter ihnen gelegentlich einmal zuruft: heute geht's ins Freie! Ha, da merkt man wohl, daß ſie lebendig ſind, wenn ſie nur dürfen.

Jeder Strauch, jeder Stein, jedes Streiſchen Waſſer, durch Baumgruppen ſichtbar, verſetzte Ma⸗