Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel.

Als wir Mathilde bei Onkel Hanns und Tante Johanna in Mühlhaus verließen, ſuchte die Jung⸗ frau ihr Stübchen auf, um in ſtiller Einſamkeit zihren Vater zu begraben. Sie zeigte ſich ergriffen von dem Tode eines Mannes, der ihr ſo nahe und zugleich ſo fern geſtanden; aber wir durften voraus⸗ ſetzen, daß ſolche milde Trauer dem heitern länd⸗ lichen Daſein der Schmalkow'ſchen nicht dauernden Zwang auflegen, daß die dort einheimiſche, auf in⸗ nige Anhänglichkeit der drei Bewohner gegründete Lebensfreude bald ſich wieder einſtellen werde.

Das iſt nun ganz anders gekommen. Ein Jahr kann viel ändern und auf Baron Schmalkow's Ver⸗ hältniſſe hat das letztvergangene eine feindſelige Macht ausgeübt. Sein altes Sprichwort:Wo Holz 1857. XVI. Noblesse oblige. III. 1