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hineingeſchoben hatte. Mit dem tuſchelte die Alte noch ein langes und breites, und er verſprach, daß er für das gnädige Fräulein Sorge tragen wolle, bis er ſie dem Herrn Baron übergeben hätte. Und fort ging's. Aus dem Kutſchfenſter wedelte ſie mir mit dem Schnupftuche zu, das war wie wenn der Telegraphe ſpielt— aber ich habe nichts verſtanden. Weg iſt ſie, das iſt gewiß. Und wiederkommen thut ſie nicht mehr, das iſt klar. Die Kaſten, die ſie in der Penſion für ſich gehabt hat, ſind ſchon vergeben. Pine war gerade hier, Sie müſſen ihr noch vor der Hausthüre begegnet ſein.“
Hermann's wildtrotzige Luſtigkeit war einem milden Ernſte gewichen:„Ich danke Dir, Dore! Deine Nachricht war gut; ſie verhindert, was ich ſpäter doch vielleicht bereuet haben würde. Es iſt beſſer ſo,— mag es auch noch ſo ſchlecht kommen! Mathilde iſt fort, die wahlauer Holzgaſſe für mich nicht mehr vorhanden, aber die Wohnung behalt' ich. Sag' das Deiner Mutter; grüße Pine von mir— und den Fritze auch.“
„Aber einzigſter Herr Leutnant, ſchönſter Herr Graf....“.
Hermann hörte nicht mehr auf ſie.
Ende des erſten Bandes.
Prag 1857. Druck von Kath. Gerzabek.


