266
einen Kuß!— Wir Feiern heute die zweite Hoch⸗ zeit!—
Er ſchloß ſe lang und heftig an ſeine Bruſt, riß ſich dann von ihr loß, und ſtuͤrzte zum Zimmer hinaus.
Wir aber wollen uns nun erſt wieder auf ei⸗ nige Zeit zum Pandulfo wenden, da wir uns ſchmeicheln daß ſein Schickſal dem Leſer nicht ganz gleichguͤltig ſeyn wird.
Als er auf der Piazza angekommen war, wo das Wirthshaus ſtand, in welchem er ſeinen lang verlornen Bruder erwartete, und haſtig ſeinen Weg durch einen Saͤulengang fortſetzte, ward erd durch den Schall von Fußtritten uͤberraſcht, die ihm ſo nahe zu folgen ſchienen, daß er es unmoͤglich zuſaͤllig halten konnte, und ungeachtet der Heiterkeit dle ſein Gemuͤth erfuͤllte, fiel ihm doch Vasco's Warnung in dieſem Augenblicke ſchwer aufs Herz. Indem er ſeine Hand an den Saͤbel legte und ſich nach den Verfolgern umwandte, deren er zwei gewahrte, wurde ihm von einem derfelben ein Mantel uͤber den Kopf geworfen, waͤhrend der Andere ihn entwaffnete. Dies alles war das Werk eines einzigen Augenblicks; doch als er ſich


