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die Feſtungswerke mit einer Aufmerkſamkeit, als habe er im Sinne ſie durch Sturm zu erobern. Sein lebhafter Wunſch aber war gleichfalls, we⸗ nigſtens von weitem, einen verſtohlenen Blick auf die ſchoͤne Herrin der Beſitzungen zu werfen, und er hoffte nicht vergebens hierauf. Indem er ſin⸗ nend am Ende einer langen Allee ſtand, die auf einen freien Platz fuͤhrte, der einen Seiten Fluͤgel des Schloſſes durchblicken ließ, ſuͤhlte er ſein Herz auf das Angenehmſte bewegt, als er eine Dame auf den Waͤllen erſcheinen ſah. Ihr hohes, ma⸗ jeſtaͤtiſches Anſehen, und das Gewand der tiefen Trauer welches ſie umgab, uͤberzeugten ihn augen⸗ blicklich, daß dies Luiſe ſeyn muͤſſe. Bald aber ward das Pochen ſeines Herzens auf eine unge⸗ ſtuͤme Weiſe vermehrt, als er einen jungen Mann an ihrer Seite gewahr wurde; zwar befand er ſich in zu großer Entfernung um deſſen Geſichts⸗ zuͤge unterſcheiden zu koͤnnen, aber da ſein Auge unverwandt auf den Punkt geheſtet blieb, wo der ihm ſo theure Gegenſtand ſich aufhielt, glaubte er einen Ausdruck gegenſeitigen Vertrauens unter Bei⸗ den zu bemerken. Faſt ſtarr vor Schrecken ſah er, wie die Dame ſich niederſetzte, und waͤhrend ihre


