—
68
»„Welches Schickſal ſteht dem Verbrecher bevor?« fragte Herr Cathmarſen zuletzt noch.
»Morgigen Tages wird der Schurke am Halſe auf—⸗ gehenkt werden, bis er todt iſt;« erwiederte der Offi⸗ zier gleichgültig, und ſchritt ſporenklirrend von dannen, während Herr Cathmarſen ſein Lager aufſuchte, um nach der Unruhe der Nacht ein Paar Stunden ruhig zu ſchlummern.
Am andern Morgen gab es in Herrn Cathmarſens Hauſe nichts als Freude und Fröhlichkeit. Davy war ſchon in aller Frühe aus ſeiner Haft befreit worden, und fühlte ſich glücklich im Kreiſe ſeiner Familie und in Geſellſchaft Herrn Cathmarſens und der kleinen Mary. Herr Cathmarſen, der all' ſeinen Dank zurück⸗ wies, und ſich ſelbſt als ſeinen Schuldner erklärte, theilte ihm mit, auf welche Weiſe er für ſeine Zukunft ſorgen wolle. Er ſtellte den redlichen Mann als Auf⸗ ſeher über ſeine großen Fabriken an, gab ihm eine Wohnung in ſeinem eigenen Hauſe, und zahlte ihm alljährlich einen ſo bede n. Gehalt aus, daß er fernerhin ohne alle Sorge der Zukunft in's Auge ſehen konnte. Den kleinen Jack behandelte Herr Cathmarſen wie ſein eigenes Kind. Er ließ ihn von trefflichen Lehrern unterrichten, und der Knabe wuchs fröhlich und blühend auf, eine Freude Gottes und der Menſchen. Als er ein Mann geworden war, nahm ihn Herr Cathmarſen als Theilnehmer in ſein Geſchäft auf, und gab ihm endlich ſogar ſeine zu einer lieblichen und ſitt⸗ ſamen Jungfrau erblühte Tochter Mary zur Gemahlin.
Alle erreichten ein hohes, beglücktes Alter. Sie hatten Gott vor Augen und im Herzen, und vergaßen


