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Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Schlüſſen und Vermuthungen nicht getäuſcht hatte. Das Meer war yerſchwunden, und der Schooner lag am Ende eines ſchmalen Kanales, der das einzige Fahrwaſſer nach der offenen See hinaus bildete. Der Kanal lag mitten in einer ſumpfigen, mit Schilf be⸗ deckten und hie und da von Lachen mit ſchwarzem ſchlammigem Waſſer durchſchnittenen Ebene; nach vorn

hiinn erhoben ſich in der Ferne hohe, kahle Felſen, und

zur Rechten und Linken waldbedeckte Hügel, deren Um⸗ riſſe man aber bei dem dunſtigen Horizonte kaum zu erkennen vermochte..

Ein Mann diente Willy als Führer durch dieſe ſumpfige und bodenloſe Gegend, und nach Verlauf von einigen Minuten gelangten ſie zu einem langen ſchma⸗ len Hauſe, das eher dem umgeſtülpten Rumpfe eines Schiffes, als einem Wohngebaͤude glich. Hier wurde der Gefangene in ein Zimmer geführt; die Thür ſchlug hinter ihm zu, Schloͤſſer und Riegel raſſelten, und Willy befand ſich wieder allein mit ſeinen Gedanken, ſeinen Befürchtungen und verlorenen Hoffnungen. Er warf ſich auf ein Ruhebett, und gab ſich Betrachtungen hin, die ſein Herz traurig und ſein Gemüth düſter ſtimmten. In der Gewalt der Piraten, getrennt von ſeinen Freunden, ſelbſt von dem treueſten, dem ehrlichen Peter, geſchieden, mit Argusaugen bewacht, und ohne irgend welche Hülfsmittel, auf eigene Hand an ſeiner Befreiung zu arbeiten was konnte er noch hoffen? Er hatte kaum eine andere Ausſicht vor ſich, als die auf einen raſchen und gewaltſamen Tod, dem er kaum entgehen konnte, wenn er ſich nach wie vor beharrlich weigerte, Dienſte unter den Seeräubern zu nehmen. Und lieber, als dies, wollte er doch ſein Leben opfern!