auch an Andere denkſt, um ſie zu erfreuen,— ſtehſt du, das iſt es, was meine Seele ſo glücklich macht, und niemals, ſo lange ich lebe, werde ich dir dieſen Abend vergeſſen! Du biſt ein guter, lieber Jonathan, und ich, ich wi allezeit dein treuer Peter ſein und bleiben, ſo lange du mich um dich leiden kannſt!“
Und Jonathan lachte, und als er Peter umarmte,.
flüſterte er ihm in's Ohr:„»Alſo du warſt der Knecht Ruprecht, Peter? Nun weiß ich's doch, da du ſelber davon anfängſt!“
„Ja, ich war es, und ich dachte, ich wollte dich ein wenig erſchrecken, aber du haſt dich tapfer gehalten, Jonathan!“
„Ei, warum nicht? Wie könnte mir denn am lieben heiligen Chriſtabend in meiner Aeltern Hauſe etwas Böſes zukommen? Daran dacht' ich, Peter, und darum
erſchrak ich nicht, nicht ein bischen. Aber wie kam es,.
daß du ſo groß ausſaheſt mit deinen Hörnern?«
„Das war leicht zu machen, Jonathan! Ich hatte
mir eine Kuhhaut umgehängt, und den Kopf mit den Hörnern trug ich auf einer Heugabel hoch üͤber mir. Verſtehſt du nun?«**
„Ja, ich verſtehe!« erwiederte Jonathan lachend. „Nun aber komm, und ſieh' dir auch meine Mühle an! Schau, da ſteht ſie, und iſt wunderſchön, obgleich du boͤſer Peter ſagteſt, ich kriegte gar keine!“
„Nun, war das nicht beſſer, kleiner, einfältiger
Jonathan, als wenn ich das Gegentheil geſagt hätte und du hätteſt keine bekommen? Aber ſieh', ſchön iſt ſie! Schön und prächtig! Und mahlen thut ſie auch?
Ganz ordentlich, Jonathan?«
„Ganz ordentlich, Peter! Sieh' nur!«
₰.


