zur Arbeit hinaus in die Wildniß, ſingend und jo⸗ delnd kehrte er wieder heim. Er war an eine gute ſanfte Frau verheirathet, die daheim, während er im Walde umherrumorte, die Wirthſchaft führte, und drei wilde Knaben, Willebrands Söhnlein, im Zaume zu halten verſuchte, ſo weit ihre Kräfte reich⸗ ten. Ihre Kraͤfte reichten aber nicht weit, und die drei Knaben waren im ganzen Dorfe als die wil⸗ deſten und unbändigſten Buben bekannt. Keiner ihrer kleinen Kameraden war ſo muthig und kraft⸗ voll als ſie, keiner vermochte ſo ſchnell zu laufen, ſo geſchickt im nahen Forellenbache zu ſchwimmen, ſo rüſtig die Bäume zu erklettern und die Neſter der ſchädlichen Raubvögel auszunehmen, als die drei Jungen des Köhlers Willebrand. Keiner aber zerriß auch mehr Kleider, oder hatte häͤufiger Wunden an Geſicht, Händen und an allen andern Theilen des Körpers, als die„drei Rangen,“ wie ſie mehr ſcherz⸗ haft als boshaft im ganzen Dorfe genannt wurden, und die Mutter hatte immer ihre liebe Noth mit nen. Trotz ihrer unbändigen Wildheit waren die ben aber doch im Dorfe beliebt; denn wenn ſie zuweilen dumme Streiche machten, und wohl hie und da ein zimperliches Mutterſöhnchen, das tig war, nach Kräften abwalkten, ſo waren ſie
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Der Tugenden Vergeltung : Erzählung für Kinder / von Franz Hoffmann
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