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Zweites Kapitel. Das Feuerwerk.
Der Geheimerath ſchlürfte ſein Täßchen Thee, ſetzte die Cigarre in Brand und fuhr ſodann in ſeiner Er⸗ zählung folgendermaßen fort.
Als ich mit dem Herrn Schulmeiſter den Park be⸗ trat, auf welchen nun ſchon der Abend ſeine dunkeln Schatten bereitete, wurde mir doch wieder Angſt und ich fürchtete mich doch vor dem Augenblicke, wo mich Meiſter Spinnebein erblicken würde. Faſt wäre ich vor lauter Bangen und Zaghaftigkeit wieder umgekehrt. Aber mein guter Schulmeiſter floͤßte mir friſchen Muth ein, indem er ſeine Verſicherung wiederholte, daß er für alle ſchlimmen Folgen ſtehen würde, und ſo trabte ich denn weiter mit. Der Park war groß und weitläufig, und ohne den Herrn Schulmeiſter hätte ich mich, vollends bei der Dunkelheit des Abends, nimmermehr darin zu⸗ recht gefunden. Aber mein Begleiter wußte gut Be⸗
ſcheid mit den Gängen und Wegen, die ſich kreuz und
quer durchſchnitten, und nach einer Viertelſtunde hatten wir den Ort erreicht, wo das herrliche Feuerwerk abge⸗ brannt werden ſollte. Eine Menge Menſchen hatte ſich da verſammelt und drängte ſich neugierig hin und her, um wo möglich einen Platz zu erwiſchen, von welchem aus man Alles recht deutlich ſehen konnte.
Das Feuerwerk ſollte auf einer großen Wieſe ſtatt⸗ finden. Alle Vorbereitungen waren bereits getroffen, und der Feuerwerker harrte nur des Winkes, um anzu⸗ fangen. Gegenüber war ein beſonderes Gerüſt aufge⸗


