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Kleine Ursachen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Der Geheimerath.

Der Abend war dunkel hereingebrochen. Draußen heulte der Wind durch die Straßen, klapperte mit den Ziegeln auf den Dächern, und trieb mächtige Wolken Schnee vor ſich her. Aber je unheimlicher es im Freien war, deſto gemüthlicher und freundlicher ſah es in dem behaglichen Studierzimmer des Geheimerath Freiberg aus, in welchem ſich jeden Abend die Familie zu ver⸗ ſammeln pflegte. Auf dem runden Mahagonitiſche brannte die gelbe Schiebelampe, und ſtrömte ihr mildes Licht über das Zimmer aus. Der Geheimerath ſaß lächelnd im bequemen Lehnſtuhl, blätterte in einem Buche, und horchte mit halbem Ohre nach dem halb⸗ lauten Geſpräche hin, welches Hugo und Helene, ſeine beiden Kinder, mit einander führten. Die Mutter be⸗

reitete indeß den Thee auf der ſilbernen Maſchine,

ſchenkte ihn in die goldgeränderten Taſſen ein, und ſchob dieſelben dem Vater und den Kindern hin. Endlich ſetzte ſie ſich auch mit an den Tiſch und ſagte freundlich

»Nun, Kinder, Ihr laßt den Thee ja kalt wergn, Habt Ihr ſo Wichtiges mit einander zu verhe, daß Ihr alles Uebrige darüber vergeßt?e tickten

Hugo und Helene errötheten ein wenig and b 8 en ſich verlegen an; der Geheimerath aber eewiederte ſs

Kleine Urſachen. 4 8