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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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von der Schenke ſich bis zum nahen Walde hinüber erſtreckte. Weiter hin tummelten ſich die größeren Kna⸗ ben, und beluſtigten ſich mit Ball⸗ und Reifenſpiel. Ueberall ſah man fröhliche, zufriedene Geſichter; Alles war Luſt, Jubel und Freudigkeit; die Kinder jauchzten; die Knaben ſchrieen aus voller Bruſt; und die Aeltern ſchauten ihren Spielen lächelnd zu.

Rechts vor der Hausthür, in der Laube von wil⸗ dem Wein, ſaß eine beſonders heitere Gruppe von Berg⸗ leuten mit ihren Frauen, und Einer befand ſich darun⸗ ter, dem von den Uebrigen gar oft mit herzlicher Anſprache zugetrunken wurde. Hier, inmitten ſeiner Amtsgenoſſen, befand ſich nämlich der erſt vor einigen Tagen zum Oberſteiger ernannte, allgemein beliebte und kreuzbrave Wilhelm Friedel mit ſeiner Frau, und ihm galten die Trinkſprüche ſeiner Kollegen, welche, faſt ohne Ausnahme, über die Beförderung des wacke⸗ ren Genoſſen ihre Freude kundgaben, und ihre Glück⸗ wünſche darbrachten, die eben ſo freundlich erwiedert, und von Friedel dankbarſt angenommen wurden, obgleich der beſcheidene Mann geradezu ausſprach, daß er die unverhoffte Beförderung keineswegs durch ſeine Leitun⸗ gen und ſeinen Fleiß verdient habe.

Rede nicht ſo dummes Zeug, Friedel, jagte der Oberſteiger Winter hierauf,kein Einiger von den übrigen Unterſteigern hatte ein größers Anrecht auf den erledigten Poſten, als du, wen auch Etliche von ihnen eine längere Reihe von Dienſtjahren aufzuweiſen haben. Bei dem Oberſteiger⸗Pnten, der mit ſo großer und ſchwerer Verantwortlichke, verknüpft iſt, kann es nicht auf die Zahl der Diaſtjahre, ſondern es muß auf die Tüchtigkeit dau anfommen. Und welcher