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Tüchtig und untüchtig : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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deine Lungen arbeiten mit Heftigkeit. Man muß auch des Guten nicht zu viel thun wollen.

»Bin auch dieſer Meinung, werthgeſchätzer Herr Direktor, ſagte der alte Sonderling in weißen Haaren, der unbemerkt näher getreten war.»Dieſer junge Menſch hat ſeine Schuldigkeit gethan, während mancher Andere träge herum gelungert hat. He, Alfred! Komm' doch einmal näher!

Alfred hörte ſeinen Namen rufen, und drehte ſich überraſcht um. Als er des alten Herrn, den er bis jetzt noch nicht bemerkt, anſichtig wurde, flog ein Schat⸗ ten von Verlegenheit über ſein Geſicht. Doch zauderte er nur einen Augenblick, und leiſtete dann dem Rufe Gehorſam.

Guten Tag, Herr Winter, ſagte er.Bin ſehr erfreut, Sie hier zu finden.

Ich dachte, das könnte dich kaum wundern, nach⸗ dem du mir neulich an deines Vaters Tiſche ſo viel Ruhmrediges' über deine Geſchicklichkeit auf dem Turn⸗ platze erzählt haſt, erwiederte der alte Herr mit einem leichten Anfluge von Spott.Ich hörte zufällig, daß heute die ganze junge Turnerſchaar hier ſpielen würde, und begab mich her, um Augenzeuge von deiner Kunſt⸗ fertigkeit zu ſein. Aber bis jetzt wartete ich vergeblich auf eine Probe deiner Gewandtheit. Ich ſah dich nur da am Baumſtamme lehnen und Maulaffen feil halten. Nun, ich hoffe, du wirſt jetzt nachholen, was du bisher verſäumt haſt. Munter auf den Turnplatz, und zeige mal, was der Sohn meines alten Freundes Bolten ge⸗ lernt hat! Wirſt doch deine Sache eben ſo gut machen, wie dieſer junge Menſch hier mit der beſcheidenen, Tüchtig und untüchtig. 2