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Deine Anweſenheit wird zu Hauſe vielleicht nöthiger ſein, als anderswo!“
„Ich kann gegen zehn Uhr Abends aus der Stadt zurück ſein,“ erwiederte Benjamin.„Vor dieſer Zeit wird die Pöbelrotte den Angriff nicht wagen. Darum bitte ich nochmals auf das Dringendſte, Herr Haller, laſſen Sie mich reiten.“
„Nun denn, wenn du nicht anders willſt, ſo reite in Gottes Namen,“ ſagte Herr Haller, endlich nach⸗ gebend.„Verſprich mir aber, jedes Zuſammentreffen mit dem unzufriedenen Volke zu vermeiden.“
„Das werde ich gewiß thun,“ verſetzte Benjamin. „Ich will mich weder durch überflüſſiges Geſchwätz, noch durch Gewalt aufhalten laſſen, meine Botſchaft in der Stadt auszurichten. Sorgen Sie einſtweilen nur dafür, daß unſere Fabrikleute mit Waffen ver⸗ ſehen werden. Jagdflinten und Münition ſind glück⸗ licher Weiſe vorhanden. Und nun Adieu, Herr Hal⸗ ler, ich muß tüchtig zureiten, und darf das Pferd nicht ſchonen, wenn ich um zehn Uhr wieder hier ſein will!“
Herr Haller drückte ſeinem Pflegeſohne herzlich die Hand, und fünf Minuten ſpäter trabte Benjamin auf dem beſten Pferde aus dem Stalle des reichen Fabrikanten der drei Stunden entfernten Garniſons⸗ ſtadt zu, wo er um ſieben Uhr Abends ankam. Ohne Zögern ließ er ſich vom erſten beſten Soldaten zur Wohnung des Oberſten führen, und demſelben ſeine Ankunft mit der dringenden Bitte vermelden, ihm ohne Zögern eine Audienz zu gewähren. Der Oberſt ließ ihn eintreten und fragte nach ſeinem Begehr. Mit fliegenden Worten ſchilderte Benjamin die


