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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſchenk, indem er mit vielem Geſchick den Hausver⸗ walter des jungen Grafen ſpielte, und den Ertrag der Güter deſſelben auf alle mögliche Weiſe zu er⸗ höhen ſuchte. Dieß gelang ihm auch recht gut, da er keine Mühe ſcheute, ſich die nöthigen Kenntniſſe zu dieſem Entzwecke zu erwerben.

Als die häuslichen Angelegenheiten zwiſchen Cap⸗ tal und Pierre auf ſolche Weiſe einigermaßen ge⸗ ordnet waren, ſäumte Graf Captal keinen Augen⸗ blick länger, den Zoll der Dankbarkeit auch nen abzutragen, welche ihn gewiß am Meiſten reher ten. Ein bequemer Reiſewagen wurde zu einem ziemlich weiten Ausfluge zurecht gemacht, und an einem heiteren Sommertage ſetzten ſich die Grä Captal und Pierre hinein, um ſich in die Hochge⸗ birge von Savoyen zu begeben. So weit es ge⸗ bahnte Straßen gab, wurde die Reiſe zu Wagen fortgeſetzt. Als aber die ſteilen und engen Gebirgs⸗ pfade anhuben, beſtieg die Gräfin eine Sänfte, welche von Saumſthieren getragen ward, und die beiden Jünglinge ſchwangen ſich auf muthige Roſſe, welche ſie bald in die Gegend trugen, wo das wüuͤrdige Häuschen Vater Girouds, des Savoyarden, und ſeiner wackeren Frau Jeannette in ſeiner Einſamkeit auf den Bergen thronte. 1