men, und theilten einander gegenſeitig den ſchlechten Erfolg ihrer Nachforſchungen mit.
Jede Hoffnung ſchwand damit ſo ziemlich vollends dahin. Uly war nun ſieben volle Tage von Hauſe abweſend, während er doch nur auf zwei Tage mit Nahrungsmitteln verſehen geweſen war. Er mußte alſo entweder verunglückt ſein oder in irgend einer Alpen⸗ hütte einen Zufluchtsort gefunden haben. Jedenfalls konnte man nicht länger darauf rechnen, ſeine Spur auf den Gletſcherfeldern des Monte Roſa ausfindig zu machen.
Die Männer ſtanden düſter und ernſt beiſammen; Toni ſaß auf einem Felsblocke in ihrer Nähe, und weinte bitterlich. Die wackeren Leute betrachteten ihn mit ſchmerzlicher Theilnahme.
»Nun, Toni,“ nahm Einer aus ihrer Mitte das Wort,„es hilft nichts, du und wir Alle müſſen uns in den Rathſchluß des Himmels ergeben. Was auch ſich zugetragen haben möge,— Gott hat es ſo gewollt, und gegen Gottes Fügungen ſoll der Menſch nicht murren und klagen. Auch brauchſt du noch nicht allen Muth zu verlieren, nicht jegliche Hoffnung aufzugeben, denn manches Mal iſt es ſchon vorgekommen, daß man einen Verſchwundenen für immer verloren glaubte, der ſpäter doch, nach wochenlanger Abweſenheit, zurückkehrte.
Mit deinem Vater kann ja ein Gleiches der Fall ſein.
Darum faſſe dich, Knabe, und bedenke, daß, angenom⸗
men, das Schlimmſte wäre geſchehen, alsdann du dei⸗
ner Mutter einzige Stütze und einziger Troſt biſt. Wir haben Alle gethan, was wir konnten, um deinen Vater
aufzufinden,— du ſelbſt haſt dich ſogar über deine Aefi angeſtrengt,— laſſ' auch dies zu deiner Ber


