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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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umher. Ueberall fand ich Geſchäftigkeit, Ruͤhrigkeit, emſige Thätigkeit. Drei oder vier Sägemühlen waren in raſtloſer Bewegung; an anderen Orten fand ich große Pottaſche⸗Siedereien; hie und da an Stellen, wo früher dichter Hochwald geſtanden hatte, waren Pflug und Spaten thätig, um den ehemaligen Waldboden zu gutem Ackerlande umzuarbeiten; an den Ufern des Ba⸗ ches erblickte ich Wälle, hoch und feſt genug aufge⸗ worfen, um ein künftiges Austreten des Waſſers und ſomit die verheerenden Ueberſchwemmungen zu verhüten, welche früher ſo vielen Schaden angerichtet hatten; weiter unten am Bache lagen unter großen Schuppen ungeheure Mengen von Brettern und Pottaſche⸗Vor⸗ räthen aufgehäuft, und ich konnte nur nicht recht be⸗ greifen, auf welche Weiſe dieſe allerdings werthvolle Waaren⸗Niederlagen weggeſchafft und zu Gelde gemacht werden ſollten. Aber der Oberſt, der an Alles dachte und für Alles Rath wußte, öffnete mir bald die Augen.

Der Bach ergießt ſich eine Stunde von hier in den ſchiffbaren Fluß, ſagte er auf eine Andeutung von meiner Seite.Im Sommer füͤhrt der Bach zu wenig Waſſer, um zu Transporten benutzt werden zu können; aber laſſen Sie nur erſt den Herbſt mit ſeinen Regengüſſen oder den Frühling mit ſeinem Schmelz⸗ waſſer kommen, dann trägt er Alles, was Sie hier ſehen, mit Leichtigkeit nach dem Fluß hinunter.

Die Bekechnung war richtig, und bewährte ſich ſchon ein Vierteljahr ſpäter vollkommen. Ich aber mußte mehr und mehr die Umſicht und die Geſchicklich⸗ keit anſtaunen und bewundern, mit welcher der Oberſt ein bisher faſt für werthlos gehaltenes Gut auszubeu⸗ ten verſtand. Ohne große Geldmittel hatte er den