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Das große Loos : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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er heftig mit den Armen in der Luft herum focht.»Ich bin nicht ruhig! Ich will jubeln, ich will tanzen, ich will ſpringen und Juchhe ſchreien! Denn warum? Haben wir doch gewonnen die zweihunderttauſend Tha⸗ ler auf Nummer 11714! Was hab⸗ ich Ihnen geſagt, gnädiger junger Herr? Ich hab' Ihnen geſagt, Sie weiſen dem Glück die Thüre, wenn Sie mein Loos nicht nehmen, und da ſind Sie geſcheidt geweſen und haben's genommen und haben Ihr Glück gemacht. Ihr Freund aber iſt eigenſinnig geweſen und hat's nicht genommen, das Loos, und was hat er davon? niſcht hat er davon, und Sie ſind ein reicher Mann!«

Es war unmöglich, den Redeſchwall des alten Aaron Meier zu unterbrechen; auch hatte Georg gar nicht dieſe Abſicht, ſondern ſuchte vor Allem nur erſt die Thür des Saales zu gewinnen, um mit Richard in's Freie zu gelangen. Das hatte jedoch ſeine Schwie⸗ rigkeit, denn Alles drängte ſich um ihn und Richard her, Alles lachte über Aaron Meier, wie er ſo wild mit den Händen in der Luft herum focht, und Jeder wollte den jungen Mann ſehen, der ein ſo ungeheu⸗ res Glück gemacht und das große Loos gewonnen hatte.

Kenn' ich ihn doch! ſagte eine Stimme.Es iſt der Herr Referendar Vogel, der kürzlich ſein Examen gemacht hat. Gottes Wunder, kann er lachen! Hö⸗ ren Sie, Herr Referendar, wenn Sie brauchen Geld oder Kleider oder ſchöne Steinche für Buſennadeln und Ringe, ſo denken Sie gefällig an Itzig Veitel in der Burgſtraße. Sie werden reell bedient werden von mir.

Richard hatte ſich mittlerweile gefaßt und ſah den zudringlichen Menſchen mit großen Augen an.

Ich danke für die Adreſſe, ſagte er kurz und