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Stelle geſtellt hat, wo ich nach meinen beſten Kräften wirken und ſchaffen kann. Und Adelbert? Iſt auch er glücklich? Auch er zufrieden, und in ſich ruhig und feſt?« »Frage ihn ſelber!« antwortete Herr Brockhuſen lächelnd.„Frage ihn, ob er mit dir tauſchen und wieder einmal den Schürbaum zur Hand nehmen will? Dort kommt er ja eben.“
Adelbert kam herzu, heiteren, zufriedenen, glück⸗ lichen Ausſehens. Baſtel fragte nicht; er hielt es für uͤberflüſſig. Aber, Herr Brockhuſen fragte.
»Nein, nein!“ entgegnete Adelbert mit herzlichem Lachen.„Laſſen wir's, wie's jetzt iſt. Wir haben Jeder unſeren Wirkungskreis gefunden, wie er uns paßt, und dabei mag es verbleiben. Fühlen wir uns doch beide glücklich, ein Jeder in ſeiner Weiſe. Koͤhlere du fort, Baſtel, und ich, ich werde fortfahren, dafür zu ſorgen, daß die Produkte deiner Thätigkeit auf's Beſte verwerthet werden.“
»Ja, ſo ſoll es ſein,“ ſagte Herr Brockhuſen, indem er ſeinem Sohne und Baſtel die Hände reichte.„Jeder bleibe in ſeiner Weiſe nur thätig, brav, rechtſchaffen und treu, und die Zufriedenheit, und mit ihr das Glück werden nimmer Euch fehlen. Adelbert würde ſchwerlich hier im Walde, Baſtel ſchwerlich in der Stadt zu rech⸗ tem innerlichem Genügen kommen, und darum bleibe eben Jeder in ſeiner Weiſe, wenn die Weiſe ſelber nur immer recht und Gott wohlgefällig iſt. Er, der Herr, hat Alles wohl gemacht! Danken wir ihm dafür aus Grund der Seele, ſo lange wir leben!———
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Druck von C. Hoffmann in Stuttgart.


