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Ein Bibelblatt : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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meiner guten ſeligen Frau bleiben, bis es mit dem Kriege vorbei iſt. Was meinſt du? Wohl aufgehoben iſt er dort, beſſer als hier!. 3

Ja ja, das könnte ſich machen, das läßt ſich hören, ſagte der Wachtmeiſter erfreut. Und nun herunter vom Pferde, Herr Major, und an den König geſchrieben! Und vergeſſen Sie den Wachtmeiſter Paul Marnefried nicht! Denn, ſo wahr ich lebe, mit muß ich, und war's nur als gemeiner Soldat oder als Ihr Bedienter!

Und mit ſollſt du auch, alter Freund! erwiederte der Major und ſprang vom Pferde.»Aber verſtehſt du, mit dem Schreiben da, das iſt nichts. Selber iſt der Mann! Morgen mit dem Fruͤheſten reiſe ich nach Berlin ab kannſt nun Uniform und Alles heute Abend noch einpacken und dann Marſch zum Könige! Wird ſich meiner wohl noch erinnern, der brave Herr! Und wenn Alles glückt, wie ich hoffe, ſo kommſt du ſtracks mit Hans und den Pferden nach, und das Wei⸗ tere wird ſich dann ſchon in Berlin finden.

Ganz einverſtanden! ſagte Paul, und am nächſten Morgen in der Frühe rollte ſchon ein leichter Wagen, in dem der Major ſaß, auf der Straße nach Berlin

entlang, und der Wachtmeiſter ſah mit fröhlich glänzen⸗ den Augen hinter ihm drein, ſo lange er noch den Staub der rollenden Räder erblicken konnte. 5

Volle vierzehn Tage verſtrichen, bevor Nachricht vom Major kam. Endlich traf ſie ein und brachte er⸗ wünſchte Botſchaft. Der König hatte ſofort das Geſuch des Majors bewilligt und ihn bei einem Küraſſirregi⸗

mente angeſtellt, das ſich aber bereits auf dem Marſche

und. Der Major mußte ohne Aufenthalt ihm nach⸗ und fand nicht eher Zeit, an den Wachtmeiſter