»Hans!« ſchallte plötzlich eine Stimme aus den Fenſtern des Schloſſes—„Hans, du Wetterjunge, willſt du noch nicht in die Schule gehen? Es iſt die höchſte Zeit! Mach' fort!«
Hans blickte auf und ſah den alten Wachtmeiſter, der drohend die Fauſt gegen ihn ſchuͤttelte.„Ach was,«
rief er lachend zurück—„habe heute keine Luſt! Es iſt ſo hübſch draußen— was ſoll ich da in der dum⸗ pfigen Schulſtube?«
»Aber, Junge, du haſt nun ſchon geſtern und vor⸗ geſtern die Schule verſäumt, was ſoll daraus werden?« ſagte Paul mißmuthig.„Du lernſt ja gar nichts, und jeder Bauerjunge iſt klüger, wie du!«
»Schadet nichts!« erwiederte Hans.„Und klüger ſind ſie auch noch lange nicht! Und Leſen und Schrei⸗ ben brauch' ich nicht!«
„Du biſt ein Taugenichts!« grollte der ehrliche Paul. »Sollteſt doch bedenken, daß Müſſiggang aller Laſter Anfang iſt! Thu' mir's zu Liebe, Hänschen, und geh“ in die Schule.“
»Ei, das fällt mir gar nicht ein!« rief lachend Hänschen zurück.»Geh' doch du hin!«
„Ich bin zu alt dazu, närriſcher Junge!« ſagte der Wachtmeiſter.„Aber ſiehſt du, wenn du nicht auf der Stelle gehſt, ſo ruf' ich deinen Vater!«
Hans wußte wohl, daß ſein Vater noch ſchlief oder V doch wenigſtens in ſeiner Schlafkammer war und daß
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Paul eher alles Andere gethan, als ihn geſurt hätte. Darum antwortete er ganz kaltblütig:„Ruf ihn doch, Wachtmeiſter! NRuf; ihn doch! Mir iſt's einerlei, und in die Schule gehe ich heute nun grade nicht! —„Du biſt ein ungehorſamer Schlingel, we


