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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich pochte und rief nochmals; und nun war es auf einmal, als ob ſich plötzlich der Himmel über mir öffnete. Ein überwältigender Strom von Licht drang aus der geöffneten Luke zu mir herein, ich ſah Geſichter und Geſtalten vor mir auftauchen, ich hörte Ausrufe des Erſtaunens, dann ſchwand meine Beſinnung dahin, und eine tiefe und ſchwere Ohn⸗ macht beraubte mich aller Sinnen⸗Thätigkeit...

Hiemit iſt die Geſchichte meiner Leiden zu Ende, die Gott allein zu dem Zwecke mir auferlegt zu haben ſchien, um die Nacht aus meiner Seele zu verſcheu⸗ chen, und ſie dafür mit himmliſchem Lichte zu erfüllen. Nicht Strafe erwartete mich, als ich aus meiner Ohn⸗ macht zum Bewußtſein gelangte, ſondern die liebe⸗ vollſte Theilnahme und Pflege von der Familie des Herrn van der Hahn. Meine kleine Freundin Helene

ſchien eben ſo glücklich über unſere Wiedervereinigung zu ſein, als ich ſelbſt. Ihr Vater bezahlte den gan⸗ zen Schaden, den ich im Schiffsraume angerichtet hatte, und nahm mich nach der Ankunft in Calcutta freundlich in ſein Haus auf. Mein guter Pflegevater wurde von meinem Schickſale in Kenntniß geſetzt; ich erbat und erhielt ſeine Verzeihung und die Erlaub⸗ niß, in Calcutta bleiben zu dürfen. Hier trat ich in das Handelshaus des Herrn van der Hahn ein, und jetzt, wo ich dieſe Zeilen niederſchreibe und zugleich Abſchied von meinem freundlichen Leſer nehme, will ich ihm nur noch mittheilen, daß ich mich äußerlich ſowohl als innerlich in guten Verhältniſſen befinde, und alltäglich Gott meinen innigſten Dank darbringe für meine gründliche Beſſerung, die Beſſerung des vormaligen argen Taugenichts. Er, der Höchſte,