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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Kurz und gut, neu erſtarkt, beſchloß ich auch mit neuem Muthe an mein Werk zu gehen. Vorher aber erſt frühſtückte ich, wenn ich es frühſtücken nennen darf, da ich ja nicht wußte, ob es Mittags⸗, Früh⸗ ſtücks⸗ oder Mitternachtszeit war, als ich eine reich⸗ liche Portion Waſſer trank, und dann eine friſch ab⸗ gehäutete Ratte verzehrte.

Nach dem Eſſen griff ich zu meinem Meſſer, und ſuchte durch ein ſorgfältiges Umhertaſten den vortheil⸗ hafteſten Punkt zu meinem Angriffe auf die Schiffs⸗ ladung zu erkennen..

Glücklicher Weiſe hatte ich mir bereits einigen Raum verſchafft, als ich die Tuchſtücke in das leere Branntweinfaß geſtopft hatte. Das große Faß war aber dadurch noch nicht bis zur Hälfte angefüllt, und konnte noch eine große Menge von Tuchballen und anderen Sachen in ſeinen weiten Bauch aufnehmen. Ddieeſer Umſtand beſtimmte mich, zunächſt die Tuchkiſte auszuleeren, welche ich aus Mangel an Raum in meinem

eangen Kerker unberührt gelaſſen hatte. Ich zog alſo

einen Ballen nach dem andern heraus, und ſchleppte ſie alle nach dem Branntweinfaſſe, in das ich ſie, ſo feſt ich nur immer konnte, einrammte.

Als die Kiſte leer war, brachte ich ſie bei Seite, indem ich ſie zerſchlug, und überlegte ſodann, nach welcher Richtung ich mein Vordringen fortſetzen ſollte. Ich konnte zwei Richtungen einſchlagen, entweder grade aus, bis an den Punkt, über welchem ſich die große Deckluke befand, und dann ſenkrecht aufwärts; oder ich konnte ſuchen, in ſchräger Richtung vorzudringen, was mich aller Wahrſcheinlichkeit nach am ſicherſten und ſchnellſten zu meinem Ziele führte. Alſo beſchloß ich, die ſchräge