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Der Bekehrte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Raſſeln einer großen Kette. Man lichtete alſo den Anker.

Nach einer Weile hörte das Knarren und Raſſeln wieder auf, und nun erhob ſich ein Geräuſch, was dem Brauſen eines heftigen Windes glich. Ein Sturm aber konnte es unmöglich ſein, der dieſes Geräuſch veranlaßte, denn ich würde das Brauſen deſſelben un⸗ möglich tief unten im Schiffe vernommen haben. Es

mußte alſo etwas Anderes ſein, und ich errieth es leicht. Das Schiff hatte ſich in Bewegung geſetzt, und das Anſchlagen des Waſſers an ſeine Wände war die Urſache des Geräuſches, das mein Herz mit Ent⸗ zücken erfüllte. Denn nun war ich ſicher, daß Nie⸗ mand mich finden würde, ehe ich nicht ſelbſt Luſt ver⸗ ſpürte, mein unterſeeiſches dunkles Verſteck zu ver⸗ laſſen, und an die lichte Oberwelt zurückzukehren.

Aber das hatte noch wenigſtens vierundzwanzig Stunden Zeit. Früher wollte ich mich auf keinen Fall blicken laſſen, aus Furcht, wieder an's Land ge⸗ ſetzt und nach Hauſe geſchickt zu werden.

In den erſten Stunden nach der Abfahrt war die Bewegung des Schiffes ſehr ruhig und gleichmäßig; dann aber trat ein allmählig ſich verſtärkendes Stampfen und Schwanken des Schiffes ein, und dieß belehrte mich, daß wir das ruhige Fahrwaſſer auf dem Spie⸗ gel der Elbe verlaſſen hatten, und in das offene Meer, die Nordſee, eingelaufen waren. Ich freute. mich darüber, denn je weiter ſich das Schiff vom deut⸗ ſchen Ufer entfernte, deſto größer war für mich die Sicherheit, daß man mich auf ihm dulden und behal⸗ ten werde.

So ſaß ich denn ſtill und ruhig in der Finſternis