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Treue siegt : eine Geschichte von der See / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

mit dem Ausdruck der vollſten Gleichgültigkeit in die unter⸗ geſtützte Hand und blieb dort ruhen, bis die Hufe nicht mehr auf der Brücke klapperten. Dann erhob ſich der Kopf, die Augen ſpähten über den einſamen Strand, und darauf rückte der ganze Körper plötzlich ſo weit zurück, daß der Blick auf der anderen Seite der alten Weide über den Damm, die Brücke und die Felder gleiten konnte. Der Gensdarm war gleich jenſeits der Brücke von der Straße abgebogen und ritt in ſcharfem Trabe zwiſchen dem wogenden Getreide gegen den Wald zu, in ſchräger Richtung, ſo daß er noch ziemlich lange ſichtbar blieb. Das beobachtete der Lauſcher, und erſt

als Pferd und Reiter unter den Büſchen verſchwanden, rutſchte

er wieder nach vorn und ſpähte mit auffälliger Vorſicht um den gewaltigen Stamm über den Strand und gegen die Brückenöffnung hin.

Alles zeigte ſich noch in der gleichen Einſamkeit und in dem gleichen Naturfrieden wie bisher. Die Wellen ſchlugen

ſpritzend an und zwiſchen den Steinen empor; die Möven

gaukelten und ſchoſſen über den Wogen umher; der Wind rauſchte durch die Weidenzweige und über die Getreideflächen, und der einzige von einem lebenden Weſen ſtammende Laut kam, ſei es von den Möven über der See, ſei es von einem Buſſard, der mit ſeinem Weibchen in der Nähe des Waldes nach irgend einem Wilde jagte.

Ein anderer Laut wurde auch jetzt nicht vernehmbar. Mit einem Male aber zeigte ſich in der Brückenöffnung etwas wie der Kopf eines Menſchen, und Caspar Peers

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