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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
Entstehung
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brennend in düſterer Glut, und in mir fühlte ich all' mein Blut klopfen. Hinunter kam ich nicht; Tag und Nacht ſaß ich wieder im Mars und guckte mir ſchier die Augen aus. Alle Hoffnung war noch nicht verloren, da wir ungefähr die Richtung der Tereſa kannten und im⸗ merhin ein gut Theil raſcher ſegelten, als ſie, zumal bei ſchwächerem Winde. Und Tag und Nacht that ich nichts als darauf ſinnen, wie ich demFeuerſtrahl ſchneller forthelfen könnte. Segel, Segel, Segel! Und ich ſag' Euch, wir ſchoſſen doch hin wie die Möven, wenn ſie vor dem Sturm fliehen.

Es ward Nacht und es ward Tag; mehr als ein Schiff, das uns ſonſt ein willkommener Fang geweſen, ging unbeläſtigt an uns vorüber; ein engliſcher Kreuzer hatte uns gewittert und ſaß uns ein paar Stunden auf den Ferſen und übte ſeine Burſchen an ſeinen langen Achtzehnpfündern gegen unſre Spieren und Stangen. Wir gingen ruhig weiter und ſahen uns nicht um nach ihm, wir lachten nicht einmal über die Mühe, die er ſich gab und die unſrem Flieger gegenüber ſo umſonſt war. Gottes Tod! Damals hab' ich's geſehn, was ein Schiff leiſten kann, wenn man's recht in die Hand nimmt; und hätte ich nicht Kopf und Herz voll Blut gehabt, ich hätte mich freuen können über mein wackeres Schiff. So flog's! Und wenn Ihr das einmal geſehn, wandte er ſich an