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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ſcheid. Bis ein Neuer eingeweiht wurde, darüber kounte lange Zeit vergehn und er mußte erſt ſeine vollen Pro⸗ ben abgelegt haben. Nur auf dieſe Weiſe konnten wir uns ſicher halten und waren's bisher geblieben. Es war, wie Ihr Euch ſelber ſagen könnt, kein Spaß damit; überall ſaßen uns die verdammten engliſchen Kreuzer auf den Hacken, und vor Verrath der eigenen Genoſſen konnte man nie ganz ruhig ſein. So aber wußten ſie nichts, oder nicht genug, und ließen den Verrath hübſch bleiben.“ „Und fürchtetet Ihr nie, das ein Fremder ſich bei Euch anwerben ließ, nur um Euch und Eure Schlupf⸗ winkel auszuforſchen?“ fragte ich, indem ich an irgend einen Roman dachte, wo ich einmal ſo Etwas geleſen. Er ſchüttelte finſter den Kopf.„Nein, mein Junge, das fürchteten wir nicht; in unſrem Leben ging's nicht zu, wie im Geſchichtenbuch, es war kein Spaß damit, ver⸗ ſicher' ich Euch. Und hätt's Einer gewagt, ſo hätten wir ihn bald ſo oder ſo gehabt. Ein bischen Blut gab es immer noch, trotz aller Schonung; wen wir angriffen, wehrte ſich ſeiner Haut. Und wer von uns nicht ſeine Waffen in ſolchem Kampf geführt und auch gebraucht hatte, galt bei uns noch nicht für voll. War er aber da⸗ bei geweſen, ſo war er unſer mit Haut und Haar, und es löste ihm kein Gott und kein Teufel das Blutband von der Seele. Doch will ich Euch geſtehn, bei„dem Grafen“

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