Teil eines Werkes 
4. Bd. (1869)
Entstehung
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konnte die Anweſenheit beſtätigen, zugleich aber auch

nur die Abreiſe melden und Nachforſchungen verheißen, die erfolglos blieben. Und endlich wandte der alte

Getreue ſich trotz Bilingsfelden's Abmahnungen den⸗ noch an Prinzeß Conſtanze, um gerade von ihr die untröſtlichſte, härteſte Beurtheilung des Falls und der Menſchen zu erhalten und die finſtere Mahnung zu empfangen, man möge ſich zu Othmaringen in ſein Geſchick ergeben, wie ſie es in das ihre habe thun müſſen.

So ſtanden die Dinge, als man von einem Corre⸗ ſpondenten in der Reſidenz die Nachricht erhielt, daß die Stiftsdame abgereiſt ſei, man ſage, um ihre Nichte Hildegard und den Grafen Felix in der Stille zu beſuchen. Dieſe Kunde machte auf den Baron Oth⸗ mar einen geradezu beſtürzenden Eindruck.Ich hab' es gefürchtet, ſagte er, nachdem er tagelang völlig verſtummt war, plötzlich mit bebender Stimme zum Pfarrer,es konnte nicht ausbleiben. Sie konnte ſich dieſe Gelegenheit nicht entgehen laſſen, noch einen Schlag gegen uns zu führen. Findet ſie Charlotte, ſo iſt mein Kind verloren. Er war auch diesmal zu keiner weitern Aeußerung zu bewegen.

Da kam endlich, endlich der erſte leiſe Troſt durch Bilingsfelden's Mittheilung, daß er den Flüchtling