Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

nur deshalb, weil man durch gewiſſe, für uns andere

ſchlichte Leute ziemlich alberne Regeln in der Aeuße⸗ rung ſeiner Empfindungen und Stimmungen beſchränkt iſt. Hier war man aber ganz unter ſich, und da man einmal das Parquet der Salons und die ſauber ge⸗ kehrten Wege der Promenade für rauhe Felspfade, für den Wieſen⸗ und Waldboden auf einige Zeit aufgegeben hatte und aus der Geſellſchaftstoilette in die leichten und loſen Sommergewänder geſchlüpft war, ſo hatte man ſich auch hinter all den Regeln, Riegeln und Banden hervorgewagt, welche Blick und Miene, Be⸗ wegung und Ton, das ganze Weſen der armen Men⸗ ſchenkinder unbarmherzig unter ihrer Herrſchaft halten.

Gegen das, was man hier um und vor ſich hatte, gegen dieſen herrlichen Tag mit ſeinem Leuchten und ſeiner elaſtiſchen, friſchen, ſpielenden Luft, gegen die prachtvolle, leicht bewegte See mit ihren ſchillernden und blitzenden Farben, gegen die grandioſen oder auch einmal lieblichen Uferbilder, die eins ans andere ge⸗ drängt ſich den Augen der Vorüberfahrenden erſchloſſen und leiſe, leiſe zurückſinkend, ſich alſobald wieder in den bläulichen Duft hüllten, der in dieſen Gegenden Alles magiſch umzieht: dagegen hielt keine Kälte Stand, welche Herz und Auge der Weltleute gegen alle Reize abzuſtumpfen pflegt, und was daheim den Einen oder