34 kann, die ihn möglicher Weiſe nur zum Unglück führen könnte.“
„Die Ihren!“ wiederholte Frau Conſtanze gedan⸗ kenvoll, faſt wehmüthig.„Wer werden dieſe Ihren ſein? Mir thut der Gedanke, ich kann nicht ſagen, wie weh, das dies wunderbare, gottgeſegnete Geſchöpf gleich den meiſten andern armen Erdenkindern in den Erdenſtaub und die Erdenmiſère hinabſinken und darin verkümmern ſoll, ohne Pflege und Schonung, ohne Verſtändniß und ohne Glück! Es wird nicht allen ſo wohl wie mir“ fügte ſie hinzu und bot ihm innig die Hand.„Mein Opfer, wenn es eins war, hat die Liebe hundertfältig erſetzt. Aber Marie— was kann ihr Loos für ein anderes ſein als die immer ſtillere und freudloſere Einſamkeit eines Einzellebens, oder eine von den vielen Ehen eben im Erdenſtaub und in der Erdenmi⸗ ſere? Daß ſie ſich in ihrer vollen Schönheit, in ihrem unendlichen Reichthum jemals einem Manne erſchließt und hingibt— ich vermag es nicht zu hoffen! Und daß ein Mann ſie nach ihrem vollen Werth zu ſchätzen und zu würdigen vermögen, ja daß die Verhältniſſe ihm dies nur möglich machen ſollten— ich kann es nicht glauben!“
„Wer weiß!“ ſagte der Commerzienrat ernſt und mit nachdenklichem Blick.„Es paſſirt Manches in der


