269
Geduld, Kinder! Laßt ihn heran!— Spart die Schüſſe!— Nehmt die Kolben und ſchlagt ſie todt wie tolle Hunde!— Friſch auf ſie!“ Und damit warf er ſich mit unwiderſteh⸗ licher Gewalt mitten in das furchtbare Getümmel und ließ den Stock mit vernichtender Wucht auf die Köpfe der Feinde fallen..
Das rang, das drang hin und her, das tobte und ſchrie in der Wuth des Kampfes, das klang und ſchmetter⸗ te, und hin und wider fuhr ein Schuß ſcharf knallend durch den Lärm— und die ſchwanken Büſche umher wog⸗ ten unter der Gewalt des wieder ſtärker hereinbrechenden Sturmes, und der peitſchende Schnee blendete Feind und Freund, und der Sturm heulte und brauſte und pfiff und donnerte, eine furchtbare Muſik zu dem ebenſo furchtbaren Durcheinander der Menſchenſtimmen. Und ſo ging's fort im wilden Kampf, im wüthenden Ringen, ohne Erbarmen zu wollen, ohne es zu haben. Aber der Feind drang vor, wie gewaltig ſich die Burſchen entgegenſtämmten— das Bajonet ſchien's gewinnen zu ſollen über Kolben, Knittel und Meſſer. Und mitten unter den Feinden ſtand Franz, der Sohn vom Buſchhof, und wüthete hinein in die Dörf⸗ ler, deren Kleidung er heut⸗ wie zum Hohn zu tragen ſchien, und er ſchrie:„Ich will's euch heimbringen, ihr Bauern⸗ hunde!“
Da ſtürzte durch die Büſche eine neue Schaar herbei,
K


