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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ten begann er jetzt:Ja Mutterſohn! Da muß jeder Mutterſohn mit zu Felde, und für meinen Georg iſt's mir bange. Die Mühle in Strelow iſt zu haben da möcht, ich ihn hinſetzen, daß er vor der Aushebung ſicher wäre. Es iſt dort gute Nahrung. Zu theuer wär's auch nicht. Wenn ich nur ſchnell eine wackere Dirne wüßte, die ihm ein paar tauſend Gulden zubrächte! Zu riskiren wär' da nichts. Das Geld könnte gut genug verſichert wer⸗ den, und mein Georg iſt ein braver Menſch, bei dem eine Frau gute Tage hätte. Er warf ſeinem Begleiter wieder einen prüfenden Blick zu, allein er bemerkte auch jetzt in dem ernſten Geſicht deſſelben keine Veränderug, und fuhr daher nach einer kleinen Pauſe fort:Weißt Du keine ſolche Dirne, Rolof?

Der Bauer ſetzte im ruhigen gleichmäßigen Schritt ſeinen Weg fort und ſagte erſt nach einiger Zeit:Nein, Müller. Es gibt da herum ſchon, aber ich kenne die Dir⸗ nen nicht und laſſe mich auf ſolche Affairen auch nicht ein.

Der Müller putzte ſich die Naſe. Endlich bemerkte er anſcheinend gleichgültig, während man jedoch aus ſeiner Stimme und ſeinem Weſen jetzt ohne Mühe einen gewiſ⸗ ſen Zwang herausleſen konnte:Du ſelber haſt da ein ſchmuckes Ding im Hauſe heißt Regine, denk' ich, und wird ſo ungefähr zwanzig Jahre zählen, ſo daß ſie auch anfangen mag, ſich nach was Eigenem umzuſehen hm?.