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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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von jeher faſt alle ernſt und ſtill. Beliebt waren ſie bei ihren Nachbarn nicht. Man vergaß ihnen ihren Hochmuth nicht, und bei ihrem abgeſchloſſenen Leben, ihrem, meiſt ebenſo verſchloſſenen, oft ſogar finſtern Weſen und endlich bei ihrem abgelegenen Wohnſitz in dem Burgringe konnte es nicht ausbleiben, daß man ihnen hin und wieder man⸗ cherlei Seltſamkeiten und allerhand Unheimliches nachzu⸗ ſagen hatte und faſt an allen Gliedern der Familie dies oder jenes Beſondere fand.

Das Alles war von jeher ſo geweſen, und ſo war es auch zu Anfang unſeres Jahrhunderts, wo wieder ein Rolof als Bauer auf dem Buſchhofe ſaß; der Name war überhaupt in dem Geſchlecht beliebt und fand ſich faſt in jeder Generation einmal. Der Bauer war der zweite Sohn ſeines Vaters geweſen und hatte den Hof nach dem Tode ſeines älteſten Bruders erhalten. Er war ein finſterer, wortkarger Mann, den man ſelbſt in ſeiner Ju⸗ gend niemals recht fröhlich geſehen. Von ſeiner erſten Frau hatte er einen Sohn, der in der Fremde war; von der zweiten, die jetzt noch lebte, gleichfalls einen Sohn und eine Tochter. Es ging in der Familie ſehr ſtill her, und auf dem Buſchhofe war es niemals einſamer geweſen als unter dieſem Beſitzer. Wochen konnten vergehen, ohne daß man dort ein fremdes Geſicht erblickte. Man liebte keinen Verkehr und verbarg das vor Niemand.