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dieſer Frage umſomehr für überhoben. Dieſe Ueberein⸗ ſtimmung vorausgeſetzt, meinte ich Eure Mittheilungen ruhig abwarten zu können. Es ſchien mir nur ein Aus⸗ gang möglich— der einzig anſtändige für die Werbung des allen Anſprüchen genügenden Cavaliers um die Hand eines Fräuleins aus unſerem Hauſe. Ich habe mich aber, ſcheint es, geirrt.“
„Allerdings und zwar zwiefach,“ verſetzte der Baron nun auch ſeinerſeits kalt.„Zuerſt darin, daß ein Fräulein unſeres Hauſes ſolcher Werbung gegenüber keinen Willen habe, während Du ſelbſt doch, muß ich Dir ſtets von neuem wiederholen, meines Wiſſens, vollkommen frei wählteſt. Zweitens darin, daß Dein Kind dieſe Angele⸗ genheit mit Deinen Augen betrachten und ſich daher, ob⸗ gleich ohne Neigung— ich täuſche mich! Ich muß ſagen: gegen ſeine Neigung— gehorſam darin fügen müſſe.— Doch genug dieſer unerquicklichen Zänkereien,“ brach er immer verſtimmter und mit ſich faltender Stirn ab.„Ob⸗ gleich der junge Mann nicht meine Wahl geweſen, und obgleich mir die Verbindung mit dieſer Familie nicht die angenehmſte war, ich wenigſtens darin ſicher keine beſon⸗ dere Ehre für Diana ſah— ich habe Dir das alles ſchon geſagt, mein Kind,— ſo überlegte ich doch, daß das nicht gerade wohlhabende Mädchen durch dieſe Heirath zum mindeſten in eine äußerlich geſicherte und glänzende Stel⸗ lung kommen würde— die Herzfeld haben das Zuſam⸗
1816. 9 Der große Baron. II. 13


