Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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leumderiſche Aufwärterin hegte ſie keinen Groll, aber ſo oft ſie dieſelbe erblickte, überſchlich ſie ein banges Ge⸗ fühl und ihr Herz ſchlug hörbar ſtärker.

Arthur hatte ihr feierlich verſprechen müſſen, des Nachts nicht mehr zu arbeiten. Sie hielt mit nachſichts⸗ loſer Strenge darauf, daß er ſich fleißig im Freien er⸗ ging, und begleitete ihn im Sonnenſchein und Regen auf ſeinen Ausflügen. Dabei ſchien ſie ſich vorläufig zu be⸗ ruhigen.

Sie beſuchte häufig ihre Mutter und war glücklich, die alte liebe Schwelle nun wieder in Frieden und Eintracht überſchreiten zu dürfen. Aber auch hier wurde das Geſpräch jenes Abends mit keiner Silbe erneuert. Die Mutter fragte nach Arthur's Befinden, nach ſeinen Ausſichten, ohne daß nur ein Blick oder ein Stirnrunzeln an die troſtloſe Zukunft gemahnt hätte, die ſie dem jungen Paare prophezeit. Hatte Frau Stubenrauch ihre Anſichten nicht vollſtändig geändert, ſo beſaß ſie wenigſtens eine bewunderungswürdige Pietät für die Irrthümer Anderer.

Von einer ähnlichen Seite zeigte ſie ſich auch der Majorin von Achtern, bei der ſie eines Tages ſehr un⸗ erwartet eintrat. Adeline, die nichts Anderes erwartete, als wegen der geſtifteten Heirath nachträglich zur Rede geſtellt zu werden, entſchuldigte ſich wegen des bedauer⸗

Höcker, Ein ſchöner Dämon. IV. 4