Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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das Zuvorkommen. Dieſe Beobachtung machte Roſa in⸗ deſſen heute nicht zum erſten Male, ſchon ſeit Wochen härmte ſie ſich im Stillen, daß Arthur bei aller Zärt⸗ lichkeit dennoch eine gewiſſe Zurückhaltung beobachtete. Die Einſilbigkeit, die Roſa an ihm in der letzten Zeit bemerkt hatte, trat heute ſchärfer hervor als ſonſt, wo Roſa's entgegenkommendes Geplauder ſie zu verdecken und endlich ganz zu verſcheuchen pflegte. Der Eindruck des vorhergegangenen Geſprächs mit ihrer Mutter, die Gegenwart deſſen, den es betraf, Beides laſtete zu ſchwer auf ihr, als daß ſie über ihre alte Unbefangen⸗ heit hätte gebieten können. Dazu kam, daß ſie ihre ganze Aufmerkſamkeit darauf verwenden mußte, Arthur forſchend zu betrachten, ohne daß dieſer es gewahr wurde. Sie machte ſich im Zimmer überall zu ſchaffen, rückte an den Stühlen, kramte in Fächern, verbeſſerte den Faltenwurf der Fenſtervorhänge, ordnete hier und ordnete dort, nur um ihr Auge verſtohlen auf Arthur's Antlitz heften zu können, das ihr in der That bleicher als je erſchien.

Infolge deſſen bewendete es bei einem tiefen Schwei⸗ gen, welches ſchon an und für ſich für beide Theile zu einer ſtummen Anklage wurde. Arthur nahm endlich ein Buch, ſetzte ſich an den Tiſch, ſtemmte den Arm unter den Kopf und fing zu leſen an, zwiſchen jungen CEheleuten